ZITATE

"Eine neue Geburt verlangt die Form,
ich wähle die Metamorphose."
Fritz Martinz 1950

"Bei Orange vermengt sich die Sonne mit dem Blut."
Fritz Martinz

"Durch Licht und Schatten wird der Gegenstand (Figur) zur zwingenden Wirklichkeit. -
Das Licht bewegt und lässt Lebendigkeit werden:
Der Schatten bindet ein und macht das Licht notwendig."
Fritz Martinz, 1987

"Meine eigensten Sachen beruhen auf wirklichen Ursachen - diese werden Tatsachen - und das sind meine Bilder! Tatsächlich muss ich existieren."
Fritz Martinz, 1987

"Die Nüstern eines Pferdes - der Nabel einer Frau -
waren für mich zeichnerisch formal - eine langzeitige
Herausforderung."
Fritz Martinz

"Betrifft: "Zeitfries"
Es sind Opferbilder entstanden in einer heiklen historischen Zeit. Sie zeigen Reflexionen dieser Epoche.
Und opfernd bewege ich mich von Minute zu Minute, von Tag zu Tag - ich opfere mein gegebenes vitales Leben dem Tod.
Nur durch das Festhalten (Spuren) im Bild bleibe ich im Augenblick eingebunden! - So gesehen sind meine sämtlichen engagierten Kompositionen zusammengesetzt zu einem endlosen Fries: Nur so kann man das Spezifische meiner Formatabsichten und die Wirkung in
Erfahrung bringen. Und diese kultische Auffassung ist für meine formale Weiterarbeit von besonderer Notwendigkeit und ist sehr schwer zu bewältigen."
Fritz Martinz August, 1993

"Schwarz ist die Farbe des Endgültigen.
Das Weiß ist noch nicht vorhanden -
das Schwarz ist - die Summe und wird Inhalt."
Fritz Martinz

"Die Farbe -
Baustein für mein Bildbewusstsein oder Bewusstmachen meines Bildraumes.
Verschachtelung meiner Farbmoleküle - zur Formdichte verarbeitet.
Ihre gegenseitig wirkende Substanz, körperbildend einsetzen."
Fritz Martinz

"Die Frage nach dem Sinn kann durch den gefundenen Inhalt beantwortet werden.
Die Ästhetik bleibt immer nur im Attribut gebunden - sie trifft nicht auf die Wirklichkeit.
Den Menschen interessieren immer wieder - nur die Naturphänomene - im Zusammenhang mit seiner Existenz des Wirklichen."
Fragen und Antworten Gesprächs-Versuche 1985
Fritz Martinz August, 1985

"Meine Pferdeanatomien haben den Inhalt der Freiheit - gegen die Psychopathie - unserer Zeit! - Sie sind im Sonnenlicht gezeichnet. - Symbolgestellt gegen jeden Bürofaschismus - gegen das Sinn - lose ---. Dadurch existieren diese Hengste der Sonne – 1987."
Eine Woche „Sonnenpferde“ gezeichnet.
Fritz Martinz August, 1993 Tagebuch: Juli - August 87

"Das Licht ist im Körper - in der Form – eingebunden."
Fritz Martinz, 1987

Die Zeichnung - Methode - Feber 1988
"Ich überlege: Eine langzeitige Bemühung - die Figur in den Raum zu zeichnen - dazu nötig - die Körperlandschaft.
Erfahrungsbedingt - und auch logisch - bin ich zur Kontur gekommen.
Aufgrund dieser Erkenntnis beginne ich - die letzten Jahre - vom Raum - rückwirkend zur Kontur und damit zur Selbständigkeit des Körperlichen zu kommen (Selbstsignal). Ich komme dadurch zu einem logischen Naturalismus. Das schließt nicht aus, dass ich die oben erwähnte Methode eben so weiter praktiziere."
Fritz Martinz, 1988

"Ich zeichne und male gegen die Inhaltlosigkeit und
Sinnlosigkeit unserer Gegenwärtigen Zeit!!! -
Folgend: Arbeite ich unsere europäische Geschichte auf und korrigiere umdenkend –"
Fritz Martinz, 1987

"Meine eigensten Sachen - beruhen auf wirklichen Ursachen - diese werden Tatsachen - und das sind meine Bilder! - Tatsächlich „muss“ ich existieren."
Fritz Martinz, 1987

"Ich habe versucht - Spuren zu hinterlassen. - Spurensicherungen. Diese mahnen und schreien - und sind unbequem."
Fritz Martinz, 1987

"Die Kultur der Jetztzeit ist die Bastelstube des Kapitalismus."
Fritz Martinz, 1987-99

"Ich zeichne gegen meine Vergänglichkeit."
Fritz Martinz, 1998

"Ich hab immer - meine ganze Schaffenszeit war gegen das Gegenwärtige gerichtet - Kontra gesetzt. – "
Fritz Martinz, 1998

"Mein Arbeitssystem hat sich insofern verändert, dass ich meine Bildkonzeption nicht mehr auf der Bildfläche reguliere, sondern eine langzeitige Vorbereitungsbetätigung einsetze, sodass ich immer reifer - und sicherer an die Bildfläche herankomme.
Im Klartext: Ich trage den Bildinhalt langzeitig in mir, was quälend wird, bis ich "überreif" die Komposition setzen kann (Die dialektische Zurückhaltung) –"
Fritz Martinz, 1998

"Ich hab meine methodischen Figurzeichnungen für meine durchstoßende Progression gebraucht, um die Eindimensionalität des späten 20. JH zu durchbrechen und Forderungen zu stellen."
Fritz Martinz, 1998

"Meine Mission - Mitteilungswerke
Ich war und bin das 20. Jahrhundert (Das Gewissen dieses Jahrhunderts)
Ich habe den historischen Ablauf - meiner Lebenszeit reflektiert und künstlerisch dokumentiert. Ich bin ein "Historienmaler" –"
Fritz Martinz, 1998

"Wenn ich schon einen Körper für diesen Planeten "mitbekommen habe" und diesen meine Lebenszeit mitschleppen muss - so liegt es nahe, dass ich mich auch mit diesem Körper auseinanderzusetzen habe. - Das heißt. - Ich muss die jeweiligen Metamorphosen reflektieren. - Ich - in meinem Fall - habe mich für eine formale abbildende Auseinandersetzung entschieden. Die Beobachtung dauerte mein Leben lang und die körpernahen Erscheinungen waren für mich Inhalt genug, um mich kontinuierlich mit dem Thema "menschlicher Körper" zu beschäftigen. Die Spuren dieser "Körper"-Auseinandersetzung sind in meinen Bildern und Zeichnungen gesetzt worden. In diesen "liegt" mein Körper - und der meiner Partnerinnen formal eingebunden."
Fritz Martinz, 1993

"Die Tierdarstelllungen in meiner formalen Arbeit bedeutet mir immer die vitale Rückführung zum Elementaren.
Man kann heute nicht mehr an eine Humanität glauben, sondern registriert die Reizmomente innerhalb der Gesellschaft. Dadurch wird man gezwungen die Geschichtsbilder unsentimental zu objektivieren. Was einem möglichen Humanismus nahe käme."
Fritz Martinz, 2002

"Eine Hymne an die Kommune der Erde!
Schlachthaus!"
Fritz Martinz, 2002

"(…) für mich bedeutet das Tier – allegorisch - die planetarische Gesetzmäßigkeit –
als solche verwende ich diese "Kreatur"
für meine Bildwelt bewusst"
Fritz Martinz, ca. 1985

"(…) und meine "Tiere" sind reichhaltig in meinen Kompositionen eingebracht – fungieren parabelhaft – stellvertretend – auch für menschliche Figuren."
Fritz Martinz, August, 1994, aus einem Brief

"Die Tiere (Nutztiere) werden - zwingend in die neue Philosophie des Überlebens - als wesentlich geortet."
Fritz Martinz, 1998

"Meine Themen im Krieg – "Tierschicksale" sind analog zu
Franz Marc´s Tierschicksale aus seinem Krieg. -
Die Metamorphose"
Fritz Martinz, 1986